Die sieben Königreiche – Die Beschenkte

Rezension zu „Die sieben Königreiche – Die Beschenkte“

von Kristin Cashore

Die sieben Königreiche, Band 1_ Die Beschenkte

Verlag:  Carlsen

Erscheinungsdatum:  26. August 2009

Seitenzahl:  496 Seiten

ISBN:  978-3551582102

Preis:  19,90 €

Cover

Schlicht und elegant. Man sieht den Hinterkopf eines Mädchens mit zusammen gebundenen Haaren und Schnörkeln auf der Schulter. Einfach nur schön und mal was anderes. Zudem merkt man sehr schnell, wie passend der Titel ist (schon im Klappentext).

Inhalt

Es gibt sieben Königreiche, die unter der Macht sieben verschiedener Herrscher stehen. Im Reich von dem unsympathischen König Randa lebt „die Beschenkte“ Katsa. Die Beschenkten erkennt man an den auffälligen verschiedenen Augenfarben und an deren individuelle Gaben. Doch Katsa hat nicht irgendeine simple Gabe, wie das besonders gute Kochen oder ein außergewöhnliches Talent zum Tanzen. Sie ist beschenkt mit der Gabe des Tötens. Sie selbst empfindet dies aber als Fluch. Jeder fürchtet Katsa, denn sie muss für König Randa, dem sie als gefährliche Waffe dient, Menschen bestrafen, sobald ihr Onkel Randa es für angemessen hält. Als Katsa und ihre Freunde eines Tages einen alten Lienid aus König Murgons Gefangenschaft befreien, lernt Katsa den gutaussehenden Bo kennen, der ebenfalls beschenkt ist und bringt ihm zunächst nichts als Misstrauen entgegen. Als sie sich jedoch erneut begegnen, freunden sich die Beiden mehr oder weniger an. Katsa erfährt, dass Bo der Prinz von Lienied ist. Jetzt, wo sie auch eher miteinander reden, stellt sich heraus, dass die Zwei denselben Verdacht hegen. Denn in einem der sieben Königreiche verschwinden Kinder und Tiere spurlos und was hat es mit dem Lienid zu tun, der in einem anderen Königreich gefangen gehalten wurde? Katsa und Bo wollen dem auf den Grund gehen, weshalb sie vom Hof von König Randa fliehen und sich auf den Weg in das andere Königreich begeben. Auf dem Weg dorthin müssen sie sich immer wieder Gefahren aussetzen, die im Gegensatz zu dem, was sie an ihrem Ziel erwartet, nicht mehr als wie ärgerliche Verzögerungen wirken. Auf ihrer gemeinsamen Reise verlieben sich Katsa und Bo ineinander und sind bereit, füreinander einzustehen, was auch wirklich nötig ist, wenn man bedenkt, was den Beiden bevorsteht…

Meine Meinung

Die von Kristin Cashore erschaffene Welt spielt in der Vergangenheit und geht in die Richtung der High Fantasy. Man wird sofort in eine Befreiungsaktion hineingeworfen und weiß zunächst gar nicht worum es wirklich geht, doch desto mehr man liest, desto besser versteht man die Handlungen. Leider hat sich das Buch an manchen Stellen, vor allem am Anfang, etwas zu lang gezogen. Nach den ersten 100 Seiten, beginnt es aber richtig spannend zu werden. Die Geschichte über Katsa nimmt endlich Fahrt auf und steigert die Spannung immer weiter. Auch die Handlungen und Zusammenhänge sind gut verknüpft und man kann sich problemlos in die einzelnen Charaktere hineinversetzen und mit ihnen mitfiebern. Die Liebesgeschichte zwischen Katsa und Bo hält sich die meiste Zeit im Hintergrund und drängt sich nicht zu sehr in die Geschichte. Diese Welt wird sehr schön und bildhaft beschrieben, weshalb es sich anfühlt, als sei man tatsächlich dort. Die Entwicklung, welche die Charaktere im weiteren Verlauf durchmachen war ziemlich interessant und das vor allem bei Katsa, die auch meine Lieblingsperson ist, weil sie nicht so einfach zu durchschauen ist. Der Schreibstil ist einfach und passend. Zwar hatte das Buch so manche vorhersehbare Stellen, die oft bemängelt werden, aber welches Buch hat die denn nicht? Aus diesem Grund ist das für mich auch kein Kritikpunkt. Sehr gelungen ist auch das Ende, das einen zwingt, sich da nächste Buch zu kaufen und auch dieses zu verschlingen.

Charaktere

Katsa: Sie ist unfreundlich, bockig wie ein kleines Kind aber ebenso gefährlich. Mir hat die, von ihr durchgemachte Entwicklung, die sie großteils Bo zu verdanken hat, sehr gut gefallen. Katsa gefällt mir von allen Charakteren am besten, weil ich sie schon zu Beginn durchschaut und in ihr gesehen habe, was wohl Bo in ihr sieht. Ihre Gabe ist auch weitaus interessanter, als die der Anderen.

Bo: Bo sieht in Katsa das, was sie zu verstecken versucht. Er ist freundlich und war mir von Anfang an sympathisch. Mit viel Geduld und Furchtlosigkeit versucht er sich mit ihr anzufreunden, was ihm, nachdem das anfängliche Misstrauen überwunden ist, sehr gut gelingt. Mir gefällt es, dass er sich auch von Rückschlägen nicht zurückschrecken lässt und sich selbst die ganze Zeit über treu bleibt.

König Randa: Er nutzt Katza schamlos als die gefährlichste Waffe in seinem Arsenal aus und befiehlt ihr, grausame Dinge zu tun. Seinem eigenen Sohn zeigt er sich ebenso von seiner kalten Seite (falls er überhaupt eine andere hat). Er versucht die Anderen einzuschüchtern, indem er mit Katsa, fast schon wie mit dem Tod persönlich droht.

Fazit

Ein mehr als gelungenes Buch mit hohem Suchtfaktor. Im Internet steht oft, man müsse nicht auf die Reihenfolge achten, was ich aber schon würde, denn im zweiten Teil erfährt man mehr über den Bösen, weshalb es dem ersten Band deutlich an Spannung nehmen würde. Außerdem fügen sich der erste und der zweite Teil im Dritten zusammen. Deshalb sollte man auch mit diesem nicht beginnen.

Richtige Reihenfolge:

1. Die Beschenkte

2. Die Flammende

3. Die Königliche

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